Et schmeckt aber auch wieder! (Der Roverhike)

Voller Elan und Tatendrang folgten wir am ersten Tag dem Ruf der Küste. Wunderbar durch Wald und Flur, begann wir Rover unsere Tour. Schon nach wenigen Kilometern kreuzte eine riesige Herde Rinder unseren Weg. Trotz ihrer extremen Agressivität schafften wir es, adrenalingepumpt, in einem großen Bogen auszuweichen. Unirritiert vom Wetter, bauten wir Abends unsere Kothen direkt in die Wildnis, mit wunderbarem Blick auf die Küste Schwedens. Ein gewaltiges Spektakel in Form eines Gewitters wurde uns geboten, konnte uns jedoch nicht demotivieren. Der Blick auf unsere professionell an einem Baum hochgezogenen Kothen entlockte uns das ein oder andere „IS DAS GUT“.
Am zweiten Tag zog es uns wieder in das Inland. Gnadenlos prasselte der Regen auf uns nieder, doch wir ließen uns nicht kleinkriegen und grölten laute Lieder. Abends an unserem Ziel, einem See, stellte uns die Wildnis erneut vor eine sehr schwierige Aufgabe. Ohne einen geeignet Baum zum hochziehen der Kothe, waren wir gezwungen, uns passende Äste aus dem Wald zu suchen. Doch unter der kompetenten Anleitung von Fähnlein-Fieselschweif-Führerin Lena Koch konnte auch das uns nicht stoppen. Weckte uns schon am Vortag eine Schulklasse, die die Umgebung durchforstete, warnte uns nun schon um halb acht eine Lehrerin vor der Ankunft einer weiteren Klasse, die uns begaffte, wie die Affen im Zoo. Somit brachen wir lieber schnell auf.
Nach einem kurzen Bustrip zurück zur Küste, liefen wir zu unserem letzten Nachtplatz dieses Hikes. In unmittelbarer Nähe der Pfadis genossen wir den letzten Abend unseres Hikes.
Am letzten Tag komplettierten wir unseren fast 50km langen Hike, der unsere Gruppe in unerwartetem Maße zusammenbrachte.
Gruppenbild-Rover
für die Rover: Fredo

Der Pfadihike

Alles verstaut, alle Zelte eingepackt und los geht’s. Für vier Tage haben wir den Zeltplatz verlassen um uns auf den diesjährigen Wanderhike zu begeben. Geplant war eine Strecke mit Städten, Seen, dem Meer, Zeltpläatzen und allem was das Herz begehrt. Dieser Plan ist leider nicht ganz aufgegangen, da die Dänen auch gerne mal auf Campingplätze verzichten. So kam es dann, dass wir an unserem ersten Abend nach langer Suche aufgrund von ungenauen Karten auf einem primitiven Übernachtungsplatz gelandet sind. Da gab es weder Strom noch fließend Wasser, was einen Pfadfinder jedoch nicht abschreckt. Mit einfachen Mitteln haben wir es aber dann doch geschafft zu überleben und ein leckeres Essen zu kochen. Am nächsten Morgen ging es früh los, da wir einen Gewaltmarsch geplant hatten. Doch da an diesem Tag sämtliche Karten verwirrend waren, legten wir immer mehr Kilometer zurück. Vollkommen erschöpft kommen wir wieder an einem ähnlichen Schlafplatz wie am Abend zuvor an. Diesmal allerdings mit Aussicht auf das Meer, was die träge Stimmung deutlich verbesserte. Kurzerhand ließen wir den Abend beim Schwimmen im kühlen Meer ausklingen.
Morgens wurden wir dann beim Frühstück von einer dänischen Schulklasse überrascht, die zu unserem Entsetzen mit iPads Bäume fotografierte. Als wir dann Abends unseren Schlafplatz direkt am Meer suchten, trafen wir die Rover. Nach einigen Diskussionen beschlossen wir dann, gemeinsam, jedoch auch getrennt, auf diesem Schlafplatz zu nächtigen.

Für einige der Pfadis begann der nächste Tag schon sehr früh. Um vier Uhr sind sie aufgestanden um zum Steg zu gehen und den Sonnenaufgang zu sehen. Später am Morgen begann der Tag erneut bei morgendlichem Schwimmen und Brunch am Strand. Nach nur wenigen Stunden kamen wir dann endlich wieder an unserem Standlager an. Nachdem alles ordnungsgemäß gesäubert und aufgeräumt war, konnten wir uns endlich, nach dem doch anstrengenden Hike, entspannen.
 
Insa und Franzi

Neues von EDE…

Hallo ihr,
na was habt ihr die letzten Wochen so ohne uns gemacht?!
Hier in Telgruc-sur-mer ist richtig viel los. Ihr habt ja schon einiges vom Hike lesen können. Aber keiner von euch, da sind wir uns sicher, kann sich vorstellen wie wunderschön der Sonnenuntergang und der Sternenhimmel hier sind. Wenn die Sonne untergeht, färbt sich der Himmel lila, rosa, gelb und orange und in der Nacht sehen wir unzählig viele Sterne. Wer Glück hat sieht auch eine oder mehrere Sternschnuppen. Diese Schönheit kann man mit keiner Kamera einfangen (ausser Kevin). Aber natürlich liegen wir nicht den ganzen Tag auf dem Rücken und sehen uns den Himmel an, dafür sorgen schon unsere Leiter die uns jeden Tag etwas neues bieten. Letzten Sonntag zum Beispiel sind wir in die Stadt gelaufen und anschließend lagen wir den ganzen Tag am Strand und wir gehen so oft wie möglich schwimmen.
In den letzten Tagen war dies jedoch nicht mögich da es immer häufiger regnet. Das Programm macht Spaß, wir müssen einen Mordfall aufklären und der Kommissar ist keine große Hilfe 🙂 Der mit seiner „Familienblume“ (alias Stammbaum). Das Programm schafft uns alle. Jedoch ist das schlafen außerhalb der Zelte höchst gefährlich. Seien es die Juangs mit der Wasserflasche, die Freundinnen mit dem Edding, der Regen oder ein Leiter der meint sich auf einen draufsetzen zu müssen, alles kam schon vor. Hier werden viele neue Freundschaften geknüpft. Wir können uns nicht beklagen. Heute zum Beispiel haben wir einen Kinoabend und wir können es gar nicht erwarten euch den Rest zu erzählen.
Bis dann,
eure EDEn
(geschrieben von Ronja, Fides und Nicki)

Besser spät als nie…

EDE on Tour
Hiermit melden sich endlich auch mal die Stämme Exodus, Don Bosco und Elisabeth von Thüringen (kurz EDE) aus Gelsenkirchen!
Nach einem etwas verregneten und chaotischen Aufbau konnten wir zu Beginn des Lagers den Strand und das Meer bei herrlichem Sonnenschein erobern. Nur 2 min Fußweg und schon ist dem Badespaß nichts mehr entgegen zu setzen. Doch allzu viel Zeit blieb nicht zum ausspannen, denn der Hike stand direkt in der ersten Woche auf dem Plan. Mit allen 22 EDEn erkundeten wir die malerischen Küstenlandschaften auf der Halbinsel rund um Crozon. Dabei fanden wir unterschiedlichste, aber immer wieder grandiose Schlaf- und Rastplätze und lernten Land und Leute hautnah kennen. Ohne die Sprachkenntnisse von Judith wären wir heillos aufschmissen gewesen, vielen Dank für alle Übersetzungen.
Zurück auf dem Lagerplatz hieß es dann zunächst wieder Erholung an Strand und Meer, bevor es gestern dann an die ersten Ermittlungen im Fall „Mord an Du Pont“ ging. Es stand die große Frage im Raum: „Was ist denn da los?!“. Die Kinder wuselten durch das ganze Dorf und erspielten wichtige Gegenstände und Hinweise. Wir haben bereits eine heiße Spur und bleiben den Tätern mit Hilfe des Komissares und des Koboldes auf den Fersen. Abends feierten wir dann schon unser Bergfest, die Mitte des Lagers. Dabei gewannen wir als Dorf der Bogescouts nicht nur „Mein Leiter kann“, sondern unterhielten auch alle andern mit unserem Banana-Dance (mit freundlicher Unterstützung des Stammes Weiße Rose).
Heute bereiten wir uns auf den Wortgottesdienst mit allen 350 Teilnehmern am Strand vor und erwarten gespannt die Dinge die für die nächste Woche anstehen. Neben einem Dorffest und weiteren Ermittlungen kommen hoffentlich auch weiterhin Spiel und Spaß am Wasser nicht zu kurz…
Schöne Grüße aus dem sonnigen Telgruc-sur-mer in die Heimat,
euer EDE

Mein Lagertagebuch von Julian Wollweber

1. Tag
Um 05.15 Uhr fuhren wir mit unserem 4-Sterne Bus los. Der Bus war erst 3 Wochen alt und ist noch keine 10 Fahrten gefahren. Dann um 20.30 Uhr kamen wir endlich in Telgruc-Sur-Mer an. Danach mussten wir im strömenden Regen unsere Zelte aufbauen. Aber es hatte auch etwas Gute – ich weiß nämlich jetzt wie man eine Jurte aufbaut. Gegen 23.30 Uhr gab es  – typisch französisch – Baguette mit Tomatensuppe. Um 00.30 Uhr hieß es dann endlich: schlafen!
 
2. Tag
Das Wetter hat sich nun wesentlich gebessert. Vormittags haben wir alle restlichen Zelte aufgebaut. Zum Mittagessen gab es dann – auch wieder typisch französisch – Baguette, welches man sich selbst mit vielen verschiedenen Sachen belegen konnte. Am Nachmittag machten wir Streife und erkundeten die Umgebung und den Strand. Anschließend sammelten wir im Wald Feuerholz. Um 20.30 Uhr war eine große Auftaktveranstaltung. Zum ABendessen gab es Curry-Hühnchen. Um 00.15 Uhr trafen sich alle aus unserem Dorf an der Großjurte, um gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen und Lieder zu singen. Gegen 1 Uhr gingen wir dann alle schlafen.
3. Tag
Heute morgen um 08.00 Uhr hatten wir heftigen Starkregen und alles stand unter Wasser. Zum Frühstück gab es – weil wir ja in Frankreich sind – natürlich Baguette. Nach dem Frühstück haben wir alles für den Hike vorbereitet. Zum Mittagessen gab es dann Salat, welchen man sich selbst zusammenstellen konnte. Am Nachmittag war das Wetter einfach nur absolute Bombe. Jetzt hatten wir bis ca. 16.45 Uhr Freizeit. Gegen 17 Uhr gingen wir an den großen Sandstrand in der Nähe. Dort spielten wir Bulldozer, machten Gruppenfotos und wir gingen natürlich schwimmen. Die Welle waren recht hoch. Die Temperatur schätzte ich auf etwa 19-21° C. Es machte riesigen Spaß. Um 17.45 Uhr kamen wir zurück zum Lagerplatz, dort gab es viel zu tun. Zuerst musste das Nepal (Koch- und Lagerzelt) aufgeräumt werden. Dann wurde das Essen vorbereitet. Ich kochte mit Felix Cremé Brûlet. Um 19.00 Uhr traf sich unser ganzes Dorf in der Großjurte für eine Kennenlernrunde. Anschließend kreierten wir einen Schlachtruf für unser Dorf. Jetzt machten wir einen Rundgang über unseren Lagerplatz. Um 20.00 Uhr gab es eine große Open-Air Messe mit allen 350 Teilnehmern. Um 22.00 Uhr aßen wir gemeinsam mit Stamm Heisingen und Stamm Bredenscheidt. Es gab gegrilltes, selbst gemachtes Zaziki und Salat. Gegen 23.40 Uhr gingen wir ins Bett.
 
4. Tag
Heute war unser erster Hiketag. Zuerst bekamen wir einen Reisesegen, dann wanderten wir los. Unser erstes Ziel war ein Starnd, an dem wir unser Mittagessen, welches aus Obst und Keksen bestand, verzehren konnten. Doch unser Weg war nicht einfach, denn wir mussten bevor die Flut kam, über glatte Algenbewachsene Felsen gehen. Dabei fasste Paula in eine viagra coupons lebende, noch glibbrige Muschel. Doch dann kamen wir endlich in St. Nic an, wo wir endlich unser Mittagessen zu uns nahmen. Jetzt wanderten wir noch 45 Minuten an der Küste entlang. Anschließend hikten wir 15 Minuten ins Landesinnere, um dort nach einem Schlafplatz zu suchen. Schließlich, nach 4 Absagen, bekamen wir endlich eine Zusage. Wir durften in einer Garage schlafen. Zuerst schlugen wir unser Lager auf, dann kochten wir uns Spaghetti mit Sauce. Um 00.20 Uhr verkrochen sich alle in ihre Schlafsäcke.
 
5. Tag
Jetzt ist auch der zweite Hiketag vorbei.Unser heutiges Ziel war die Großstadt Douarnenez. Nach 16 km Marsch kamen wir gegen 17.30 Uhr an. Erst einmal aßen wir Eis und Kekse. Dann ging es an die Schlafplatzsuche., Am Anfang gingen wir zu einer Kirche. Nach ein paar Fragen hatten wir das Privileg, im Haus des Pfarrers zu schlafen. Als wir uns eingerichtet hatten, aßen wir belegtes Baguette mit vielen verschiedenen Dingen. Um 23.30 Uhr gingen wir schlafen.
 
6. Tag
Nach einem leckeren Frühstück setzten wir uns in Richtung Informationszentrum in Bewegung. Dort besorgten wir uns Karten und informierten uns über die Stadt. Anschließend teilten wir uns in zwei Gruppen auf, um dann für zwei Stunden die Stadt zu erkunden. Wir kauften Postkarten und aßen Crepé. Um ca. 14 Uhr wanderten wir zum nächsten Hafen, um dort nach einem Boot zu suchen, welches uns nach Crozon übersetzt. Als wir am Hafen ankamen, begannen wir mit der Suche. Doch auch nach mehreren Stunden hatten wir immer noch kein Schiff gefunden. Um 17.30 Uhr war klar: Wir werden keine Mitfahrgelegenheit mehr finden! Nun mussten wir eine Krisensitzung halten. Gegen 18 Uhr beschlossen wir, das wir zu Fuß zurück laufen und dass wir die Nacht durchlaufen werden. Endlich liefen wir weiter. Um etwa 21.30 Uhr machten wir auf einer Wiese Rast und aßen zum Abendessen Nudelsuppe. Um 06.00 Uhr kamen wir auf einem hohen Berg an. Dort packten wir unsere Schlafsäcke und Isomatten aus und schliefen unter freiem Himmel unter sternenklarer Nacht ein.
 
7. Tag
Um ca. 08.15 Uhr wachten wir alle auf, um anschließend zu dem nächsten schönen Strand zu laufen und dort den Tag zu verbringen. Zwischendurch machten wir Rast und aßen Pommes (die nicht lecker waren). Als wir am Strand ankamen, gingen manche schwimmen und kühlten sich von der Hitze ab, wieder andere schliefen oder chillten im Schatten. Gegen 17.10 Uhr gingen Daniel, Yannik, Micki und ich fürs Abendessen einkaufen. Als wir wieder zurück waren suchten wir wieder eine Schlafgelegenheit. Nach kurzer Zeit sagte uns eine nette Dame zu, wir durften in ihrer Garage schlafen. Während wir uns einrichteten gab uns die Dame Kuchen und eine bretonische Spezialität. Da dieß unser letzter Hikeabend war aßen wir Chips und Kekse und tranken dabei Fanta, Cola und Sprite. Gegen 00.00 Uhr verkrochen wir uns in unsere Schlafsäcke.
 
8. Tag
 Als wir um 10 Uhr aus der Garage kamen, standen vor der Tür 24 Crepés und 3 Liter Orangensaft. Zusätzlich kochten wir uns Rührei. Gegen 11 Uhr machten wir uns bei brütender Hitze wieder auf den Weg zum Lagerplatz. Um etwa 13 Uhr kamen wir dann am Lager an. Zum Mittagessen gab es Kartoffelpurre und Salat. Nun mussten wir die Zelte einräumen und abspannen. Zum Abendessen gab es Burger mit Pommes. Um ca. 00.30 Uhr gingen wir schlafen.